OJC – Freitagsimpuls

Offensive Junger Christen

Wie viel Gottesdienst steckt in deinem Dienstag?

Impuls zum 21. Sonntag nach Trinitatis

23.10.2026 4 min Klaus Sperr

Zusammenfassung & Show Notes

"Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." | Röm 12,21

von Klaus Sperr


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Die Offensive Junger Christen – OJC e.V. ist eine ökumenische Kommunität innerhalb der Ev. Kirche, die sich für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft einsetzt.

Transkript

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Der Wochenspruch für die neue Woche, für die Woche des 21. Sonntag nach Trinitatis, steht im 12. Kapitel des Römerbriefes. Dieses Kapitel ist für uns in der OJC ein ganz wesentliches Kapitel. Vor allem die ersten beiden Verse gehören zu unseren Grundlagentexten. Paulus schreibt, ich ermahne euch nun, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und gottwohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht in dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf das ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige Unvollkommene. Diese Worte geben dem ganzen Kapitel seine Richtung. Es geht um das, was Reinhard Frische einst 1985 in unserer Gemeinschaft in einer Bibelarbeit Gottesdienstliche Lebensführung nannte. Gottesdienst, also nicht nur am Sonntag und nicht nur als etwas, bei dem ich Gast bin. Im Gegenteil, ich bin dieser Gottesdienst mit meinem ganzen Leben am Sonntag wie am Werktag. Das ganze Leben als Gottesdienst, das entfaltet Paulus in Römer 12 und das nennt er vernünftig. Paulus tut das in vielen Worten und Wendungen. Zahlreiche sind bekannte Zitate geworden. Die brüderliche Liebe untereinander sehr herzlich, einer kommt dem anderen mit Ehrerbietung zuvor. Oder seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beherrlich im Gebet. Oder freut euch mit den fröhlichen, weint mit den weinenden. Oder ist möglich, so viel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Und zum Finale eben dieser Satz, unser Wochenspruch. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Wie selbstverständlich für uns Christen dieser Satz doch ist. Und doch, wie kompliziert im Alltag ist es oft. Wie schnell ergibt ein Wort das andere. Wie rasch wird aus ermutigenden beleidigende Worte. Ärgernisse, Missverständnisse, schräge Töne, komisches Verhalten. Es braucht nicht viel, dass das Böse uns überwindet. Oder wörtlich, Nikao uns besiegt. Das Wochenthema für diese neue Woche lautet Liebet eure Feinde. Wir sind eingeladen, über alles hinweg versöhnt miteinander zu leben. Feindesliebe ist kein Zeichen der Schwäche, sondern ein Zeichen der Stärke. Der Stärke Gottes, die in und durch uns wirksam werden will. Feindesliebe ist die Stärke, die das Böse mit dem Guten überwindet. Und nichts könnte ein gottesdienstliches Leben, diesen vernünftigen Gottesdienst unseres Lebens, mehr zum Ausdruck bringen als eben dieses versöhnende Leben. Dieses sich über alles hinweg immer wieder versöhnende Leben. Darum sind wir auch heute Morgen an den Tisch des Herrn geladen, an seinen Versöhnungstisch. Christus schenkt uns Versöhnung. Christus lädt uns ein, Versöhnung zu feiern und Versöhnung zu leben. Auch heute Morgen, über alles hinweg, lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.