Nach Ostern: Bist du schon im Alltag angekommen?
Impuls zum Sonntag Miserikordias Domini
17.04.2026 5 min
Zusammenfassung & Show Notes
„Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben.“ | Joh 10,11a.27–28a
Von Gerd Epting
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Die Offensive Junger Christen – OJC e.V. ist eine ökumenische Kommunität innerhalb der Ev. Kirche, die sich für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft einsetzt.
Transkript
Vor erst zwei Wochen haben wir Karfreitag begangen und die Auferstehung gefeiert.
Und heute das Osterfest und die Freude an der Auferstehung und dem Leben schon vergessen?
Nein, natürlich nicht.
Aber wenn ich die Evangelien lese und die Geschichten der Jünger direkt nach der Auferstehung,
da waren sie ja schon ein bisschen verloren.
Einerseits die Freude darüber, dass Jesus lebt.
Aber andererseits war doch eben alles anders und Jesus auch nicht so richtig da.
Bei aller Freude war es besonders für die Jünger sicherlich eine sehr herausfordernde Zeit.
Wie geht man um mit einem Jesus, der die Wundmale trägt oder durch eine verschlossene Tür kommt,
auf einmal da ist und dann doch wieder weg?
Und was machen wir jetzt?
Wer oder was gibt uns Jüngern einen neuen Rhythmus?
Und auch wir müssen nach den Feiertagen wieder in den Alltag kommen.
Wir können ja nicht ewig in Feierlaune bleiben,
zusammensitzen und fröhliche Osterlieder singen.
Das Leben will auch gelebt werden.
Der Wochenspruch aus dem Johannesevangelium
macht uns Mut, weiter Jesus zu folgen.
In Kapitel 10 lesen wir, Christus spricht, ich bin der gute Hirte.
Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir.
Und ich gebe ihnen das ewige Leben, das Bild des Hirten.
Wir kennen dieses Bild.
Da ist jemand, der sich aufopfernd um seine Herde kümmert.
Und wer tiefer in die Schafmaterie eintaucht, der weiß, dass Schafe keine anspruchslosen Tiere sind.
Sie fressen nicht jedes Gras, sie folgen nicht jedem und wollen erst recht nicht von jedem angefasst werden.
Ein guter Hirte kümmert sich liebevoll um jedes einzelne Schaf, damit es ihm gut geht.
Wir lassen uns eher ungern mit scheinbar dummen und plökenden Schafen vergleichen.
Und doch benötigen auch wir Menschen diese liebevolle Fürsorge eines Hirten,
um im Leben nicht unterzugehen.
Jesus will das für uns sein.
Er ist da.
Er spricht mit uns.
Er kennt uns.
Ja, er schenkt uns sogar den Glauben, damit wir ihm folgen, damit wir eine Richtung und Orientierung im Leben haben und gibt ein Ziel vor, ewiges Leben.
Und noch so viele meiner Worte können das nicht annähernd beschreiben, was Jesus als guter Hirte für uns ist, wie es Psalm 23 ausdrückt.
Hören wir diese bekannten Verse aus der Übersetzung der Basisbibel und nehmen sie ganz persönlich.
Der Herr ist mein Hirte.
Mir fehlt es an nichts.
Auf saftig grünen Weiden lässt er mich lagern.
Er leitet mich zu Ruheplätzen am Wasser.
Dort erfrischt er meine Seele.
Er führt mich gerecht durchs Leben.
Dafür steht er mit seinem Namen ein. Und muss ich durch ein finsteres Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist an meiner Seite.
Dein Stock und dein Stab schützen und trösten mich.
Du deckst für mich einen Tisch vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haar mit duftendem Öl und füllst mir den Becher bis zum Rand.
Nichts als Liebe und Güte begleiten mich alle Tage meines Lebens.
Mein Platz ist im Haus des Herrn.
Dort möchte ich mein Leben lang sein.
Ja, dort möchte ich mein Leben lang sein.
Ganz nah bei ihm, diesem Hürden,
denn er gibt mir Orientierung und Halt,
Zuversicht und Mut.
Nur er kann das.
Also halten wir uns auch die kommende Woche
bei allem, was kommen mag,
ganz nah an Jesus.
Dem Auferstandenen, dem, der den Tod besiegt hat, der uns ewiges Leben gibt.
Christus genügt. Amen.