Gerecht handeln, Liebe üben, demütig vor Gott leben
Impuls zum 20. Sonntag nach Trinitatis
16.10.2026 8 min Jochen Hammer
Zusammenfassung & Show Notes
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir fordert: nichts als Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ | Micha 6,8
von Jochen Hammer
von Jochen Hammer
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Die Offensive Junger Christen – OJC e.V. ist eine ökumenische Kommunität innerhalb der Ev. Kirche, die sich für eine Erneuerung in Kirche und Gesellschaft einsetzt.
Transkript
Der Wochenspruch steht beim Propheten Micha, Kapitel 6, Vers 8. Bei Luther heißt das, Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nichts als Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. In der
Übersetzung Hoffnung für alle heißt es Der Herr hat euch gesagt, was gut ist. Er fordert von euch Menschen nur eines, haltet euch an das Recht, begegnet anderen mit Güte und lebt in Ehrfurcht vor eurem Gott. Was kann ich tun, damit mein Leben
gelingt? Zugegeben, das ist eine sehr allgemeine Frage, aber eine wichtige Frage, nicht nur für mich persönlich, sondern auch für meine Ehe, meine Kinder, meine Gemeinschaft und die Gesellschaft, in der ich lebe. Was kann ich tun, damit
unser Leben gelingt? Unser Wochenspruch gibt eine dreifache Antwort auf diese Frage. Zunächst verweist er auf das Wort Gottes, das uns gesagt ist. Was ist das für ein riesiges Geschenk, dass wir Gottes Wort haben, die Bibel, das die Juden
aufgeschrieben haben, wie sie Gott in ihrer Geschichte erfahren haben. Sie haben die Treue und Gerechtigkeit ihres Gottes erlebt, als er sie in das verheißene Land gebracht hat und und dass er sie aus Babylon wieder zurückkehren ließ.
Dieser Gott will, dass es auch zwischen seinen Menschen gerecht zugeht. Betrug, Ausbeutung, Korruption und Übervorteilung darf es nicht geben. Keiner soll Unrecht erleiden. Für Micha ist Gerechtigkeit eine zentrale Weisung in Gottes
Wort. Sich an Gottes Wort halten heißt gerecht handeln und dem Rechtlosen zu seinem Recht verhelfen. Das Zweite, was Gott ist und was Gott von uns fordert, ist Liebe und Güte. Es war verkehrt. Das Zweite, was gut ist und Gott von uns fordert,
ist Liebe und Güte. Israel hat erlebt, wie Gott voller Güte und Barmherzigkeit und mit viel Geduld und Gnade ihre Geschichte gelenkt hat. Den anderen lieben wie mich selbst, auch die lieben, die mir feindlich gesinnt sind, jeden einzelnen
Sehen, der mir begegnet und ihm zuhören, im Fremden Fremden den Sehen, dem Gott ebenso Würde gegeben hat wie mir und den meinen. Liebe ist die Meile mehr als Gerechtigkeit. Liebe üben, wir alle wollen das, und doch merken wir immer wieder,
wie sehr wir unsere Rechte und Besitzstände verteidigen, wie wenig sind wir bereit, um andere Willen auf eigene Vorteile zu verzichten? Wir wünschen uns alle, dass die Regierung die notwendigen Reformen hinkriegt, aber kaum einer will
eigene Einschränkungen hinnehmen. Jesus hat uns so sehr geliebt, dass er sein Leben hingegeben hat für uns. Er will, dass auch wir uns hingeben für andere. Ohne Liebe gelingt das Leben nicht. Der dritte Weg zu einem guten, gelingenden
Leben ist das Leben in Demut und Ehrfurcht vor Gott. Israel hat erfahren, Israel hat Gott erfahren in seiner absoluten Souveränität und Autorität. Er ist der alleinige Gott. Neben ihm duldet er keine anderen Götter. Er hat alles, was ist,
geschaffen, das Universum und alles Leben. Der Epheser Brief nennt ihn den Ursprung aller Vaterschaft. Ihm gehört alle Macht. Sein Name ist Jahweh. Ich bin, der ich bin. Ich bin da für euch. Ich suche Beziehung zu euch. Israel nennt ihn
Adonai, Herr. Die ersten Christen sagten Kyrios, der wahre Kaiser. Leben in Demut und Ehrfurcht vor Gott, nicht ein Leben in Autonomie, wo der Mensch das Maß aller Dinge ist, auch nicht ein Leben in Angst, sondern ein Leben in Beziehung zu
dem allmächtigen Gott, ihn ehren und anbeten, seine Wahrheit anerkennen und die Wirklichkeit seiner Schöpfung. Ihm vertrauen, dass er in seiner Macht dafür sorgt, dass uns alle Dinge zum Besten dienen, von ihm alle Hilfe erwarten. Ihn
bitten, wie Kinder ihren Vater bitten, in allen Entscheidungen ihn um Rat fragen. Der Wochenspruch zeigt uns drei Wege, damit unser Leben gelingt, unser persönliches Leben, das Familienleben und das Zusammenleben unserer
Gesellschaft. Gottes Wort halten, vor allem Gerechtigkeit. Liebe üben und leben in Demut vor Gott. Wo immer Menschen nach diesen Maßstäben lebten, da wurde ihr Umfeld und manchmal die ganze Menschheit revolutioniert. Franz von Assisi
und Martin Luther sind dafür Beispiele. Im Jahr 1968 waren es die Hofmanns, die die glaubten, dass das Leben in der Liebe Jesu die Welt revolutionieren könne. Das führte zur Gründung der OJC. Ich möchte bescheidener sein und nicht von
Weltrevolution reden. Aber es besteht kein Zweifel. Eine Neubesinnung auf biblische Werte setzte enorme Kräfte frei, die Lebensqualität in unserer Gesellschaft zu verbessern. Gottes Wort hat seine Kraft nicht verloren. Es kann auch
heute uns Zuversicht, Hoffnung und Mut geben, was unser Land so dringend braucht. Gott ist es, der unsere Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit stillen kann. Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir
fordert, nichts als Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.